Ich studiere im neuen Bachelor-Master Studiengang "Geowissenschaften" im 4. Semester an der Uni Erlangen-Nürnberg.
Das GeoZentrum Nordbayern bündelt die bisherigen Institute für Geologie, Mineralogie und Paläontologie der Universitäten Würzburg und Erlangen-Nürnberg. Es gliedert sich in 3 Fachgruppen:
-Angewandte Geowissenschaften
-Krustendynamik
-Paläoumwelt
Im Bereich der "Angewandten Geowissenschaften" befindet sich der Bereich der "Angewadten Mineralogie". Dies ist der Bereich auf den ich mich spezialisieren möchte. Sozusagen die klassische Mineralogie.
Leider ist diese Spezialisierung erst im Master (4 Semester inkl. Masterarbeit) möglich. Im Bachelor (also die ersten 6 Semester inkl. Bachelorarbeit) sind die Studenten verplichtet aus den 3 Fachrichtungen nahezu alle Fächer, die angeboten werden, zu besuchen. (z.B. Hydrogeologie, Ingenieurgeologie, Sedimentologie, allg. Geologie, allg. Paläontologie, Gefügekunde, Biologie-,Physik-,Mathe-, und Chemie für Nebenfächler, Minerale und Gesteine, Petrologie, Mikroskopie)
Durch die breite Fächerung soll dafür gesorgt werden, dass die Studenten einen größeren Überblick haben und weniger spezialisiert werden und natürlich kürzer studieren, um einen schnelleren Abschluss zu bekommen. Die Fächer werden daher in der Regel nur einmal angeboten. So gibt es z.B. nur Hydrogeologie I, Ingenieurgeologie I, oder angewandte Mineralogie I in den ersten 6 Semestern. Dies soll dafür sorgen, dass jedes Fach für sich einen kleinen Einblick gibt. So kann man danach seine Richtung wählen, die man im Master, den anschließenden 4 Semestern einschlägt. Im Master (das endgültige Konzept steht erst Ende 2009 fest) wird man wohl die Möglichkeit haben auch Fächer Hydrogeologie II und III zu besuchen, wenn diese Richtung, mit dem Ziel Hydrogeologe zu werden, eingeschlagen wird. Ziemlich sicher gibt es auch die Richtung der angewandten Geowissenschaften mit dem Schwerpunkt angewandte Mineralogie.
Meine erste Veröffentlichung wird im Rahmen der Bachelorarbeit erfolgen (Ende 6. Semester, ca. noch 3 Semester). Das Thema wird aus dem Bereich der angewandten Mineralogie sein.
Nun noch eine kleine Anekdote: "Die Regelstudienzeit im Diplomstudiengang Mineralogie lag bei 9 Semestern. Nun benötigen wir im Bachelor-Master-Studium 10 Semester, sind damit weniger spezialisiert und haben ein längeres Studium. Dafür sind wir ja breiter gefächert! Aber dass man viele Nebenfächer wie Paläontologie, Paläobiodiversität, Gefügekunde, Biologie, Hydrogeologie nur einmal kurz besuchen musste, kann man nun wirklich nicht als Vorteil sehen."